Aktuelle Berichte

23.03.2017 - Trainingsreise nach Polen

Kampfkunst fördert kulturellen Austausch und internationale Freundschaften. Deutsche Delegation von Kampfkünstlern reist nach Polen, um dort Wissen über Chan Shaolin Si und Kempo Naadaa zu vermitteln.

Acht Kampfkünstler aus Mönchengladbach, Oberhausen und Neuwied reisten am 16. März hoch motiviert nach Polen, um den dort wohnenden Kampfkunstfreunden neues Wissen und Inspiration zu vermitteln. Die Großmeister Toni Finken-Schaffrath (10. Dan Kempo Naadaa), Frank M. Jost (10. Dan Chan Shaolin Si), Dirk Breinig (7. Dan Chan Shaolin Si), Jörg Etwein (6. Dan Kempo & Kung-Fu), sowie die Meister Zenon Poros (5. Dan Kempo Naadaa) und Dennis Mohr (3. Dan Chan Shaolin Si) wurden von der polnischen Vertretung der WMAA-ROC - repräsentiert durch Rafał Matuła (6. Dan Chan Shaolin Si Dju Su Kung-Fu) - in den ländlichen Ort Lubenia eingeladen. Begleitet und tatkräftig unterstützt wurden sie von den beiden Schülern Frank Steins (Braungurt Chan Shaolin Si) und Kamil Jackiewicz (Braungurt Kempo Naadaa) die beide kurz vor der Prüfung zum Schwarzgurt stehen. In der hoteleigenen Sporthalle des Sporthotels Maraton in Lubenia fanden insgesamt 3 Trainingseinheiten statt, die ihren Höhepunkt beim großen Seminar am Samstag, den 18. März, hatten.

Der Freitag begann mit einem gut 2-stündigen Training für die Meister und Braungurte der ausrichtenden Schule. Hier lag der Schwerpunkt auf der Vermittlung des Drachenstils aus dem Chan Shaolin Si. Die polnischen Kampfkünstler konnten so ihr Wissen vertiefen und technisch weiter ins Detail gehen.

Am Abend stand ein gemeinsames Abendessen im Brauhaus Stary Browar Rzeszowski in der nahegelegenen Stadt Rzeszów auf dem Programm. Bei hervorragenden Speisen wie Steaks, Burger, Spieße, Spare Ribs, Krautsalat, Bigosz und vielem mehr, fand ein kultureller Austausch mit Erzählungen aus den vergangenen Jahren statt. Drumherum feierten die Polen den St.-Patricks-Day mit Bier-Schnelltrink-Wettbewerben und irischer Musik.

Am großen Seminartag starteten die Kampfkunstmeister aus Deutschland das Training für eine Vielzahl angereister Teilnehmer aus allen Altersgruppen und Graduierungen. Aufgeteilt in 3 Gruppen (Kinder / Jugendliche & Erwachsene bis Grüngurt / Blaugurte, Braungurte & Meister) wurden verschiedene Inhalte aus dem Kempo Naadaa und dem Chan Shaolin Si gelehrt. Dabei präsentierten Toni Finken-Schaffrath, Jörg Etwein und Zenon Poros vorwiegend Partnerübungen des Kempo Naadaa. Frank M. Jost und Dirk Breinig lehrten Partnerübungen (sogenannten Pokkeks) aus dem Chan Shaolin Si sowie Schlagdynamik und Partnertechniken aus dem Tigerstil. Dennis Mohr führte zunächst die Kinder spielerisch an Basistechniken (vorwiegend Kicktechniken) heran und demonstrierte später den Weiß- bis Grüngurten gemischte Selbstverteidigungstechniken.

In insgesamt 7 Stunden  und 6 Trainingseinheiten pro Gruppe bekamen alle Teilnehmer umfangreichen Input und neue Anreize für das eigene Training. Mit tosendem Applaus bedankten sich Teilnehmer und Gastgeber bei den Referenten und ehrten die Sifus Frank Jost, Dirk Breinig und Dennis Mohr mit Anerkennungs-Urkunden aus dem polnischen Verband. Im Anschluss wurden zahlreiche Autogramme verteilt und viele der Teilnehmer wünschten sich Fotos mit den Referenten aus Deutschland.

Allseits präsent war auch der polnische Fotograf Piotr Szczepanik, der die deutschen Referenten am Sonntag vor Erstaunen sprachlos werden ließ, als er im Eiltempo erstellte Fotobücher, Autogrammkarten und Foto-CDs als Geschenk übergab. Dziękuję, Piotr!!!

Rund um den Ausflug nach Polen gibt es natürlich zahlreiche Geschichten zu erzählen, die die reine Berichterstattung deutlich sprengen würden. Abschließend muss noch gesagt werden, dass die Polen hervorragende und liebenswürdige Gastgeber sind, die unsere Kampfkunstfamilie der WMAA-ROC wahrlich bereichern. So reisten wir am Montag schweren Herzens wieder ab, wohl wissend dass es ein ganzes Jahr dauert, bis wir wieder dort sind.

16.01.2017 - Dennis und Wladi im Auftrag der Wissenschaft

Ein besonderer Anruf überraschte Sifu Dennis Mohr im Dezember. Am anderen Ende: Elisabeth Noack, Wissenschaftlerin aus dem Archäologischen Forschungszentrum in Monrepos. Frau Noack fragte unseren Meister um Unterstützung bei einem Forschungsprojekt. Das Ziel sollte sein, herauszufinden, ob eine an einem uralten Fundstück - einem Hirschknochen aus der Zeit der Neandertaler - festgestellte kreisrunde Durchbohrung durch einen Holzspeer herbeigeführt sein könnte.

Die Idee, an einem solchen Forschungsprojekt teilzunehmen, begeisterte nicht nur Dennis Mohr, sondern auch seinen langjährigen Schüler Wladi Metzger.  Zu zweit machten sie sich auf, fuhren durch Nacht un Nebel zu dem abgelegenen Schloss Monrepos und die dortige Forschungseinrichtung neben dem steinzeitlichen Museum.

Dort angekommen wurden sie freundlich empfangen durch die Institutsleiterin, die Leiterin des Forschungsprojektes, einen Computerexperten, der die Messungen durchführte sowie einen für Videoaufnahmen beauftragten Mitarbeiter. Eine eigens für dieses Projekt entworfene Apparatur weckte sichtlich das Interesse des Kung-Fu-Meisters, der hauptberuflich als Entwickler in der militärischen Waffensimulation arbeitet. ein Metallspeer mit Holzspitze, Drucksensor und Kamera für Geschwindigkeitsmessungen sollte für präzise Forschungsergebnisse sorgen. Ein an der Wand befestigtes Gebilde diente als Träger eines ballistischen Materials, das zu Übungszwecken und erste Tests mit dem Holzspeer durchbohrt werden sollte.

Sowohl Wladi als auch Dennis konnten mit wenigen Fehltreffern das ballistische Material problemlos durchbohren und inklusive Teilen der Halterung zerschmettern. Offenkundig beeindruckt freuten sich die Forscher über die so gewonnen Ergebnisse. Nach zahlreichen Tests ging es nun über zu den eigentlichen Testobjekten: Echte Hirschknochen.

Die Besonderheit des Hirschknochens im Gegensatz zu dem ballistischen Material war die runde, gebogene Form. Nur ein wahrlich präziser Treffer exakt auf den höchsten Punkt des Knochens könnte zum erhofften Erfolg führen - so waren sich die beiden Kung-Fu-Kämpfer sicher. Mit viel Kraft, hoher Präzision und einer guten Portion Glück konnte Meister Dennis Mohr bereits mit dem zweiten Versuch den eingespannten Knochen um mehrere Zentimeter durchbohren. Auch Wladi landete nach einigen Versuchen einen Volltreffer.

Zufrieden konnten Forscher und Kung-Fu-Kämpfer nach fast 4 Stunden permanentem Speerstoßen ein Fazit ziehen: Die Durchbohrung des Knochens durch einen Holzspeer ist theoretisch möglich. Die gefundene Verletzung könnte auf diese Art entstanden sein. Sifu Dennis Mohr war sich jedoch sicher: Nur ein Zufallstreffer könnte bei einem von Muskeln, Gewebe, Haut und Fell umgebenen Knochen zu einer derart präzisen Durchbohrung führen.

Ein spannendes Experiment war es allemal. Jetzt freuen sich die Mitglieder unserer Kung-Fu-Schule auf die von Elisabeth Noack ausgesprochene Einladung zu einer Führung durch das Steinzeitmuseum. 

02.08.2016 - Gürtelpüfungen

Am 9. Juli fand in unserer Halle die erste diesjährige Gürtelprüfung statt. In insgesamt 3 Stunden knallhartem Programm zeigten die Teilnehmer, was sie in den letzten Monaten gelernt haben. Dabei wurden sie von Prüfer Dennis Mohr bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gebracht.

Während die Gelbgurtanwärter zeigen mussten, dass sie die ersten Grundtechniken und darüber hinaus die erste Form und einige Partnerübungen bereits gelernt haben, musste Blaugurtanwärter Sergej Guglja ein umfangreiches, stark forderndes und kreatives Programm zeigen. Sergej, der unsere Kindergruppe als Assistenztrainer tatkräftig unterstützt, konnte diese schwierige Aufgabe überzeugend und auf hohem Niveau bewältigen. Auch die drei Grüngurtanwärter Carolin Heimfarth, Daniel Bachmann und Emely Schilf haben eine Leistung auf die Matte gebracht, die deutlich zeigte, hier sind keine Anfänger am Werk.

Bestanden und den nächsten Gürtel erreicht haben...

... den gelben Gürtel: William Haushahn, Johan Dechert, Vincent Schmidt und Johann Brog

... den orangenen Gürtel: Maximilian Wagner

... den grünen Gürtel: Carolin Heimfarth, Daniel Bachmann und Emely Schilf

... den blauen Gürtel: Sergej Guglja

Herzlichen Glückwunsch!!

16.03.2016 - Kampfkunst-Reise nach Polen

Unser Sifu Dennis Mohr reiste in der Zeit vom 11. März bis zum 13. März als Vertreter unserer Kung-Fu-Schule zusammen mit Meistern und Großmeistern unseres Verbandes WMAA-ROC nach Polen, um dort den internationalen Austausch über die Kampfkünste zu fördern. Unter der Leitung von Europapräsident Toni Finken-Schaffrath (10. Dan Kempo Naadaa) erlebte das Team der WMAA-ROC einige sehr schöne Tage bei hervorragenden Gastgebern. Angereist waren neben Toni Finken-Schaffrath auch Großmeister Frank Jost (10. Dan Chan Shaolin Si), Großmeister Dirk Breinig (6. Dan Chan Shaolin Si), Sifu Jörg Etwein (5. Dan Chan Shaolin Si), Sifu Zenon Poros (5. Dan Kempo Naadaa), wie bereits erwähnt Sifu Dennis Mohr und einige Schüler der Kampfkunstschule Damo aus Mönchengladbach.

Während des schönen Rahmenprogramms, das uns als Gäste selbstverständlich mit reichlich gutem polnischem Essen versorgt hat, besuchten wir auch die nächste Großstadt Rzeszów. Ein Besuch der alten Katakomben bereicherte die Reise auch kulturell.

Unsere polnischen Freunde freuten sich sehr darüber, dass das deutsche Team als Prüfungskomitee für drei Schwarzgurtprüfungen zur Verfügung stand und nach einer langen, anstrengenden Prüfung die Dan-Urkunden für Chan Shaolin Si Dju Su Kung Fu an Grzegorz Marchel (3. Dan), Mariusz Solecki (2. Dan) und Kamil Solecki (1. Dan) verliehen.

Am Morgen des Samstages startete in der Stadt Lubenia eine Meisterschaft. Auch hier unterstützten vor allem Zenon Poros, Jörg Etwein, Dennis Mohr und Kamil Jackiewicz als Punktrichter im Bereich Formen und Selbstverteidigung.

Bei dem anschließenden Seminar waren etwa 120 lernwillige Teilnehmer angereist, um bei den polnischen und deutschen Referenten neue Eindrücke zu sammeln.

Für den internationalen Austausch im Bereich der Kampfkunst war diese Reise ein voller Erfolg, der sicher auch anstrengend war, am Ende aber sehr viel Spaß gemacht hat und eine wertvolle Bereicherung war. Sifu Dennis Mohr freut sich bereits jetzt auf den Besuch der polnischen Kampfkünstler bei dem Großlehrgang "Im Zeichen der Meister" in Mönchengladbach am 22. Mai.

28.02.2016 - Kurs über Selbstschutz und Zivilcourage war ein voller Erfolg

Die Kung-Fu-Schule Baiyin Long Neuwied e.V. und der leitende Meister Dennis Mohr haben weder Kosten noch Mühen gescheut, um einen hochwertigen Selbstverteidigungskurs ins Leben zu rufen. In insgesamt 5 Stunden konnten Frauen und Männer eine ganze Menge erfahren über Ängste und andere Emotionen im Falle eines drohenden Gewaltverbrechens. Dennis Mohr hat während des gesamten Kurses die Teilnehmer immer wieder gefordert und über ihre Grenzen hinaus gebracht. Im theoretischen Teil wurden Hindernisse für eine erfolgreiche Verteidigung besprochen, Ängste abgebaut und erklärt, wann, wie und warum Gegenwehr sinnvoll ist. Rechtsanwalt Christian Hess erklärte den Teilnehmern die genauen gesetzlichen Grundlagen mit dem Fazit "Ihr dürft euch wehren!".
Im weiteren Verlauf demonstrierte Kampfkunstmeister Dennis Mohr die einfachsten Schlag- und Tritttechniken, die auch ohne jahrelanges Training und technischer Perfektion sehr erfolgversprechend sind und auch von kleinen Frauen gegen große Männer ein "einschlagendes Erlebnis" sind. Ebenso wurden Techniken zum Eigenschutz und zum Schutz anderer gezeigt und geübt und auch wie die "Armlänge Abstand" richtig funktioniert.
Während Techniken und kurze, schnelle Kombinationen mit dem Trainingspartner eingeübt wurden, trat das Team der Kung-Fu-Schule permanent in Schutzausrüstung auf mit dem Hinweis "Und jetzt so hart du kannst".
Klar differenziert wurden auch statistische Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Angriffe und die Unterschiede zwischen Angriffen gegen Männer und Angriffen gegen Frauen erklärt. In der Abschlussübung konnten die Teilnehmer in einer Art freiem Kampf gegen vermummte, in Schutzausrüstung verpackte, Angreifer das Erlernte des gesamten Tages noch einmal mit voller Härte ausprobieren.
Sichtlich erschöpft waren nach 5 Stunden nicht nur die 11 Teilnehmer, auch das Team der Kung-Fu-Schule hat sich körperlich einiges abverlangt. Dafür gab es dann aber auch tosenden Applaus und zahlreiche Worte des Dankes. Mit gestärktem Selbstvertrauen und einem Tag, der gleichermaßen spannend und fordernd aber auch interessant war und viel Spaß gemacht hat, strahlten die Teilnehmer am Ende des Kurses eine sehr deutliche "Ich bin kein Opfer!"-Haltung aus.
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